AG 60 plus Thüringen

Aufruf der AG SPD 60 plus

Ankündigungen

Aus Erfahrungen lernen :
Gemeinsam gegen rechtsextreme Gewalt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

überall in Deutschland ist in jüngster Zeit ein Erstarken der rechtsextremen Kräfte zu beobachten. Rechtsradikale Schlägertrupps verfolgen Ausländer und alle, die für Demokratie und Toleranz in unserem Land eintreten. Verfassungsschutz und Polizei registrieren eine zunehmende Gewaltbereitschaft und tatsächlich auch eine wachsende Zahl an Gewalttaten, verübt von Mitgliedern der extremen Rechten. Mit besonderer Sorge sehen wir, dass die NPD zuletzt den Einzug in den sächsischen Landtag geschafft hat.

Das ist eine Entwicklung, die jede Bürgerin und jeden Bürger angeht, die niemanden gleichgültig lassen darf. Wir alle, die wir für ein friedliches Miteinander in Deutschland einstehen, sind herausgefordert.

Wir wollen nicht, dass in unserem Land ein Klima der Angst und Unduldsamkeit herrscht. Wir wollen nicht, dass Menschen um Leib und Leben fürchten müssen, weil sie an einen anderen Gott glauben, eine andere Sprache sprechen, eine andere politische Meinung oder eine andere Hautfarbe haben.

Wir wollen im Gegenteil ein Deutschland, das demokratische Tugenden pflegt, das den fruchtbaren Austausch unterschiedlicher Meinungen, Ansichten und Kulturen ermöglicht. Denn das ist nicht nur die einzige akzeptable Form, miteinander umzugehen, es ist auch ein Quell gesellschaftlichen und nicht zuletzt ökonomischen Reichtums. Unser Deutschland ist ein weltoffenes Land, in dem sich die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit entfalten können - und darauf sind wir stolz.

Gerade wir Älteren haben noch in guter Erinnerung, wohin es führt, wenn die Ideologie des National¬sozialismus an Boden und Rechtsextreme an Einfluss gewinnen. In den Konzentrationslagern sind Menschen millionenfach zu Tode gebracht worden, in Deutschland herrschten Unterdrückung und Verfolgung, Willkür und Folter. Am Ende war nicht nur unser Land nach einem schrecklichen Weltkrieg, der viel zu vielen Menschen das Leben kostete, zerstört. In einem mühsamen Prozess haben wir wieder aufgebaut, was die Rechtsextremen an Zerstörung hinterlassen hatten. Wir haben ein demokratisches Gemeinwesen geschaffen, das jedem Mitglied der Gesellschaft ein hohes Maß an Freiheit, Sicherheit, Gerechtigkeit und auch Wohlstand zuteil werden lässt.

Vor diesem Hintergrund appellieren wir gerade auch an die Älteren, aber genauso an alle jüngeren Mit¬menschen: Helfen Sie mit, die neuen Nazis in Deutschland in die Schranken zu weisen. Jede und jeder kann und muss dazu einen Beitrag leisten. Das beginnt beim einfachen Gespräch in der Nachbarschaft, beim Einkauf oder dem Friseur, in der Freizeit wie am Arbeitsplatz. Wo immer gegen Ausländer gehetzt, wo immer unsere Demokratie verunglimpft, wo immer Gewalt gut geheißen wird, da sind wir aufgerufen zu widersprechen.

Unsere Demokratie ist so stark, wie die Menschen bereit sind, für Freiheit und Toleranz einzutreten. Unsere Demokratie ist so stark, wie wir für Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit einstehen.

Die Rechten haben nichts, aber auch gar nichts an Lösungen für Probleme zu bieten, die unbestritten Sorge bereiten. Ob Arbeitslosigkeit, soziale Sicherheit oder Umweltschutz, von den Rechtsextremen kommt kein Vorschlag, der weiterhilft. Es kennzeichnet im Gegenteil rechtsextremes Gedankengut, in dem immer Menschen zu Schuldigen erklärt werden, die selbst unter den Problemen leiden, die sie angeblich verursacht haben. Wohin es führt, Sündenböcke zu suchen, statt sich tatsächlich Schwierigkeiten zu stellen, haben wir während der Nazizeit zur Genüge erlebt.

Wir, die Arbeitsgemeinschaft der Älteren in der SPD, werden uns dem mit aller Kraft entgegen stemmen. Wir wollen weitergeben, was wir an Erfahrungen mit rechtsradikaler Politik und Gewalt sammeln mussten. Das ist der beste Schutz gegen die Einflüsterungen und gegen die Propaganda, wie sie etwa die NPD verbreitet. Wir sagen: Wir werden keinen Meter zurückweichen und wir werden nicht dulden, dass Rechtsradikale neues Unheil über unser Land bringen.

Wir bitten Sie: Helfen Sie dabei mit. Gegen Rechtsextreme in der Gemeinsamkeit der Demokraten. Aus Überzeugung und aus Vernunft.

 
 

SPD Thüringen aktuell:

SPD Thüringen
SPD-Chef zur öffentlich geführten Debatte zum zukünftigen Zuschnitt und zur Verteilung der Ressorts einer möglichen rot-rot-grünen Minderheitsregierung.

Unser Papier zur Positionierung in den anstehenden Gesprächen zur Regierungsbildung.

Der SPD-Landesvorsitzende möchte damit einen Beitrag zur Stärkung der Arbeit der Fraktion leisten. Bildungspolitiker Thomas Hartung rückt nach.

Zur Homepage der SPD Thüringen